Full-Screen-Apps – Sinnvolle Funktion oder Produktivitäts-Bremse?

Seit dem Release von Mac OS X 10.7 können die Käufer über einen „universellen“ Button in der oberen rechten Ecke des Fensters eines beliebigen Programms mit Full-Screen-Unterstützung in den Genuss der Benutzung im Vollbildmodus kommen. Durch einen simplen Klick auf besagten Button werden jegliche Objekte, so wie auch die Menubar, ausgeblendet, sodass man nichts außer dem auf die volle Bildschirmgröße skalierte im Vordergrund hat.

Diese Funktion scheint nicht wirklich bahnbrechend. Was sind die Vorteile?

Der Full-Screen-Support ist wirklich nichts extrem aufregendes, wie es anfangs scheint. Der Inhalt wird doch nur größer gemacht. Was hier jedoch wirklich zählt sind die Folgen besagten Vorgangs: Alle vorstellbaren Ablenkungen, die sich auf dem Bildschirm Aufmerksamkeit verschaffen wollen sind weg. Ob es sich nun um hüpfende Dock-Icons, aufleuchtende Menubar-Symbole oder etwas völlig anderes handelt, es spielt keine Rolle, man hat den Kopf frei, und das merkt man. In Folge dessen wird die Produktivität gesteigert wenn man arbeitet und beispielsweise in Safari recherchiert oder mit Pages ein Dokument erstellt,man kann auf eine deutlich angenehmere Art und Weise Fotos und Filme bearbeiten und sie Freunden und Familie zeigen. Diese Liste lässt sich noch deutlich länger gestalten, außerdem ist natürlich der Sinn des Full-Screen-Features je nach Programm abhängig. doch der Kernpunkt wird klar: Konzentrationssteigerung, angenehmere Handhabung. Zwar ist ein Contra-Argument die Relativierung der Produktivität am Mac weil man am Multi-Tasking gehindert wird. Während man die Full-Screen-Funktion nutzt trifft das sicherlich zu, man ist jedoch keineswegs gezwungen alle seine Apps die ganze Zeit im Vollbild-Modus zu benutzen. Das Full-Screen-Feature ist eher für Momente gedacht, an denen man sich nur konzentrieren und alle Ablenkungen aus dem Weg schaffen oder eine beliebige App bequemer nutzen möchte.

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