Lion – mein erstes persönliches Fazit

Zugegeben bin ich auch einer dieser Menschen, die nicht gleich in Hysterie verfallen, wenn Apple irgend etwas ankündigt und meint, dass Rad neu erfunden zu haben.
So war ich auch bei Lion skeptisch, ob die angeblichen über 200 neuen Features wirklich (für mich) Sinn machen.
 Hier ein kleiner Zwischenbericht.

Eigentlich wollte ich noch ein wenig mit der Installation Lion warten, aber letzten Endes konnte ich es dann doch nicht lassen und habe mir in über 4 Stunden (!) die Installationsdatei heruntergeladen.
Da ich grundsätzlich ein Systemupdate clean installiere, hatte ich vorab ein wenig Arbeit vor mir liegen und musste natürlich alle vorhandenen Daten sichern, Snow Leopard neu installieren und dann den Löwen installieren.
Alles verlief glatt und zuverlässig.

Beim ersten Neustart war ich dann doch ein wenig verwirrt, da die Symbolleisten Icons nicht mehr farbig, sondern in einem dezenten Grau gehalten sind.
Eigentlich mag ich ja ein reduziertes bzw. sehr schlichtes Design, aber in diesen Fall war ich nicht sonderlich begeistert, da farbige Icons eindeutig eine bessere Orientierung bieten.
Dagegen gefiel mir ganz gut, dass die Scrollbalken nicht mehr im unmodern wirkenden Aqua-Look daher kommen.

Mit der neuen Anwendung Mission Control kann ich gar nichts anfangen, aber ich habe auch schon vorher kein Spaces benötigt, von daher war auch dieses Feature für mich vollkommen überflüssig.
Der Vollbildmodus für Programme ist ganz nett, aber brauche ich nicht wirklich.
Mail ist nach wie vor ein gutes Programm, dass neue Design gefällt mir.

Was das Launchpad angeht, war bei mir Skepsis angesagt. Der Gedanke, das Mac OS immer mehr zu einem iOS Teenie KlickiBunti System wird, verursachte bei mir ein Schaudern. 
Aber ich lasse mich ja gerne eines besseren belehren.
Launchpad dient bei mir sozusagen als alternatives Dock. Ich habe so alle Programme auf einen Klick vor mir, die ich zwar oft, aber nicht so oft wie die Anwendungen im Dock nutze. 
Das sind z.B. CleanApp, der DVD- und zahlreiche andere Videoplayer.

Was sich allerdings Apple, bei dem Design des neuen Adressbuch und Kalender gedacht hat, ist mir wiederum ein absolutes Rätsel.
Das hat nichts mehr mit dem bekannten Look & Feel des Mac zu tun, dass ist in meinen Augen ein absoluter Stilbruch.
Bleibt zu hoffen, dass hierfür bald annehmbare Alternativen erscheinen.
Photobooth gefiel mir vorher auch weit aus besser. Die Lion Version ist mindestens genauso geschmacklos wie das Adressbuch und der Kalender.

Das fehlen von Rosetta hat sich bei mir noch nicht bemerkbar gemacht, schließlich wurde hier auch im Vorfeld auch viel drüber gestritten, aber wahrscheinlich betrifft das eher den Pro-User.
Die anderen Features wie wie z.B. Autosave, sind für mich eher weniger relevant.

Letzten Endes bin ich der Meinung, dass der Preis von 23,99€ für das Update mehr als gerechtfertigt ist, 80€ oder mehr wären allerdings auch ein wenig übertrieben gewesen.
Wie schon vom Update von Leopard auf Snow Leopard, gab es für mich eher wenig große Veränderungen.

2 Kommentare zum Thema “Lion – mein erstes persönliches Fazit

  1. ich finde dass das Upgrade vom Design her sich schon verbessert hat aber das alte Adressbuch und das alte Photo Booth waren schon besser aber den neuen Kalender finde ich gut

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  2. Interessanter Artikel. Kann nicht schaden, sich mit der Thematik detailierter zu befassen. Werde gewiss die weiteren Posts lesen.

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